Nachhaltigkeitsprojekt der Multivision e.V. REdUSE an der Geschwister-Scholl-Schule Saarburg

„Wie viel Kilogramm Rohstoffe beansprucht ein Deutscher durchschnittlich pro Tag? Wer hat heute schon Erdöl verbraucht?“ Mit diesen Fragen an die Schülerinnen und Schüler eröffnete Tamara Wittmann am 6. September an unserer Schule die Veranstaltung.

Sie machte in diesem Zusammenhang unter Einbindung der Schülerinnen und Schüler darauf aufmerksam, dass ein Viertel der Weltbevölkerung „reich“ sei. Anders als zunächst von den Schülerinnen und Schülern angenommen, zeichnet sich der gemeinte Reichtum nicht durch den Besitz von Geld aus, sondern meint vielmehr den Zugang zu Ressourcen wie sauberem Wasser und Nahrung. Dieser Reichtum beinhaltet zudem Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und dergleichen.

Wie wichtig es ist, jungen Menschen für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu sensibilisieren, verdeutlichte zudem ein 30-minütiges Video. Im Video wird der Unterschied zwischen nachwachsenden (z.B. Holz) und nicht nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Aluminium) erklärt. Es werden auch konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie nicht nachwachsende Rohstoffe dem Kreislauf wieder rückgeführt werden können. Statt Gegenstände wegzuwerfen, können diese wiederverwertet werden (Reuse), indem man sie beispielsweise spendet oder upcycelt. Upcyclen meint die Wiederverwertung von vermeintlichen Abfallprodukten zu neuwertigen Produkten. So können zum Beispiel aus Stoff von getragenen Kleidungsstücken neue hergestellt werden. Statt immer mehr Gegenstände anzuhäufen, sollte man ausgewählt einkaufen (reduce). Auch können kaputte Geräte in einem Repair-Cafe repariert werden und müssen nicht immer im Mülleimer landen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Recyclen.

Bei der Frage am Ende der Veranstaltung, wer nun sein (Konsum-)Verhalten ändern wolle, meldeten sich fast alle Schülerinnen und Schüler im Saal. Veränderungen, so Tamara Wittmann, könnten am Anfang schwerfallen und gewöhnungsbedürftig sein, doch es brauche nur etwas Zeit, bis diese Veränderungen zur Gewohnheit werden.

Ein Deutscher beansprucht übrigens durchschnittlich 44 kg Rohstoffe am Tag. Wer sich morgens die Zähne putzt, verbraucht Erdöl. Eine Zahnbürste besteht nämlich aus Plastik und ein Bestandteil von Plastik ist Erdöl.