Was kann KI im (Schul-)Alltag? – Eine Projektwoche an der BBS Saarburg
Ende Januar fand an der Geschwister-Scholl-Schule, Berufsbildende Schule Saarburg/Hermeskeil eine Projektwoche zum Thema Künstliche Intelligenz, kurz KI, statt.
Statt regulärem Unterricht, arbeiteten, sowohl Voll- als auch Teilzeitschüler, eine Woche oder tageweise an spannenden Projekten.
So entwickelte eine Gruppe von Schülern einen komplett KI-gesteuerten Produktionsprozess, mit automatisch gesteuerten Fahrzeugen, einen Kran mit foto-optischer KI-Sortierung wurde bedient. Weitere Projekte waren eine VR-gestützte Schulhofgestaltung mit MetaQuest-VR-Brillen, eine KI-generierte „Kita der Zukunft“ oder die Gestaltung von Kinderbüchern, einer Fitness-KI und das Analysieren von Fake-News. Somit bot die Projektwoche der teilnehmenden Schülerschaft ein breit aufgestelltes Beschäftigungsfeld. Ein Beispiel für ein berufs- und bildungsgangübergreifendes Projekt bestand aus einer Projektgruppe aus dem beruflichem Gymnasium in Zusammenarbeit mit angehenden Pflegefachkräften. Hier wurde ein KI-Pflegecoach in Form eines humanoiden Roboters entwickelt, der beratende Tätigkeiten einer Pflegefachkraft übernehmen kann. Dazu wurden von den Schülern unter anderen ein eigenes CustomGPT entwickelt und auf dem humanoiden Roboter gespielt
Der Abschluss der gelungenen Projektwoche bildete eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion. Neben den beiden Schülern des Wirtschaftsgymnasiums, Lysann Blatt und Samuel Serra, diskutierten dort Landrat Stefan Metzdorf, Dr. Peter Domma, Vorstandsmitglied und Chief Digital Officer von Villeroy & Boch, Christoph Köhler, Projektmanager Villeroy & Boch AG, Prof. Dr. Christoph Tholen von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (htw) Saar, Christian Reuter von der IHK Trier sowie Jenny Zeyen vom Tageblatt Luxemburg zusammen mit Oberstudienrat Alexander Kammer über dieses sehr spannende Thema. Im Mittelpunkt standen hierbei die Fragen, welche Chancen und Risiken sich durch KI in den verschiedensten Bereichen aktuell und in Zukunft ergeben?
Neben der obligatorischen Recherchearbeit in Schule, Unternehmen und Journalismus bietet sie viele weitere Einsatzmöglichkeiten. So wurden mit Dr. Peter Domma und Christoph Köhler die Einsatzbereiche von KI im Weltunternehmen Villeroy & Boch besprochen. Neben den aktuellen und künftigen Einsatzfeldern, auch in traditionell aufgestellten Unternehmen wie V&B, ging es hier auch um das Thema Datenschutz bei KI-Anwendungen sowie um die Abhängigkeit von großen KI-Tech-Playern. Der Aspekt der Nachhaltigkeit wurde mit Prof. Dr. Christoph Tholen erörtert. Er lehrt an der htw Saarbrücken und hatte sich schon in seiner Promotionsarbeit mit diesem Thema auseinandergesetzt. Ein verantwortungsvoller Umfang, das kritische Hinterfragen und die Sensibilisierung der Nutzer sind wichtige Aufgabenfelder einer Schule von heute und morgen, darauf verwiesen alle, insbesondere auch der Landrat Metzdorf. Junge Menschen dürfen eine KI nicht unreflektiert nutzen, sondern sollten diese bewusst einsetzen, denn der Mensch und seine Aufgaben dürfen nicht ersetzt werden.




















